IMG_0001 kann in einem Fotoarchiv mehrfach vorkommen: nach einem Zählerneustart, auf einer zweiten Kamera oder in einem anderen Jahr. Ein wiederholter Name bedeutet nicht, dass die Dateien identisch sind. Eine Benennungsregel sollte solche Kollisionen vermeiden und gleichzeitig den Zusammenhang zwischen Original, Bearbeitung und exportierter Kopie erhalten.

Was im Namen stehen muss

Ein Muster wie 2026-06-12_A_0042 verbindet Aufnahmedatum, Kamerakennung und laufende Nummer. Die Kamerakennung ist besonders hilfreich, wenn zwei Geräte gleichzeitig verwendet werden. Führende Nullen sorgen dafür, dass eine alphabetische Sortierung nicht 1, 10 und 2 als vermeintliche Reihenfolge zeigt.

Ein kurzer Projektbegriff kann sinnvoll sein, wenn du häufig außerhalb der Fotoverwaltung suchst. Namen sämtlicher abgebildeten Personen gehören dagegen eher in beschreibende Metadaten. Lange Dateinamen werden beim Teilen schnell unübersichtlich und können persönliche Informationen offenlegen, die im Bild selbst nicht erkennbar sind.

Verwende wenige, vorhersehbare Trennzeichen und vermeide Zeichen, die das Zielsystem nicht akzeptiert. Prüfe eine neue Regel zunächst an Kopien verschiedener Dateitypen. Die Dateiendung bezeichnet das Format und sollte nicht versehentlich entfernt oder durch einen frei gewählten Begriff ersetzt werden.

Zusammengehörige Dateien zusammen umbenennen

RAW und JPEG derselben Aufnahme können denselben Basisnamen mit unterschiedlichen Endungen tragen. Eine zugehörige XMP-Datei braucht ebenfalls die passende Zuordnung. Benenne deshalb nicht nur die gerade sichtbare Vorschau um, sondern prüfe, welche Begleitdateien die Anwendung verwaltet.

Lightroom Classic bietet Vorlagen für die Benennung beim Import und Export sowie für bestehende Fotos. Bei bereits katalogisierten Bildern hält die Umbenennung innerhalb der Anwendung die Verbindung zum Katalog aufrecht. Ein nachträgliches Umbenennen im Dateimanager kann dagegen eine erneute Zuordnung erforderlich machen.

Versionen erkennbar halten

Kennzeichne Ausgaben nach ihrem Zweck, etwa _web oder _druck-20x30. Ein solcher Zusatz erklärt mehr als _neu oder _final2. Das Original behält seinen stabilen Namen, während neue Ausgaben eine nachvollziehbare Variante bilden.

Kontrolliere nach einer Stapelumbenennung die Anzahl der Dateien und einige Paare aus Original und Begleitdatei. Bewahre bei größeren Archiven zusätzlich eine Zuordnung zwischen alten und neuen Namen auf. So bleiben ältere Bestelllisten oder Notizen weiterhin verständlich, ohne die neue Benennung rückgängig machen zu müssen.

Quellen & weiterführende Informationen